Auflösung einer Sammlung von Hans Thoma Bildern
Die Sammlung enthält zum größten Teil handsignierte Drucke von Hans Thoma. Sie stammt aus dem Nachlass eines Hans-Thoma-Sammlers.
Der Maler und Schriftsteller Hans Thoma wurde 1839 in Bernau im Schwarzwald geboren. Von Kindesbeinen an zeichnete er. 1853 ging er nach Basel und begann dort eine Lithografen- und schließlich eine Malerlehre. 1859 wird er in die Karlsruher Kunstschule aufgenommen. Er studiert bei Descourdes, Schirmer und Canon. Nach einer Parisreise schafft er Courbet-beeinflusste Bilder. 1870 zieht er nach München, wo er Wilhelm Leibl und Arnold Böcklin kennenlernt. Nach einer Italienreise heiratet er Cella Barteneder und zieht nach Frankfurt. 1899 wird Hans Thoma Galeriedirektor in Karlsruhe und Professor an der dortigen Kunstschule. Er wird Ehrendoktor der Heidelberger Universität und Karlsruhe ehrt ihn zu seinem 70. Geburtstag mit der Eröffnung eines Hans-Thoma-Museums. Mehrere Sonderausstellungen seiner Bilder, z.B. bei Fritz Gurlitt in Berlin, werden veranstaltet. Hans Thoma stirbt am 7. November 1924 in Karlsruhe.
Seine Motive sind Landschaftschaft und Leute des Schwarzwaldes. Die Sammlung enthält verschiedenen Beispiele dieser Motive, wie einen Schwarzwaldhof und ein wild-romatisches Schwarzwaldtal, aber auch eine Mutter mit Kind im Garten eines Schwarzwaldhauses und spielende Kinder in einer Schwarzwaldlandschaft. Auch christliche und mytische Darstellung finden sich in der Sammlung wie die Taufe Jesu, die Rast auf der Fluch und ein Heiliger Georg sowie ein Faun, Sirenen und ein Zentaur und den rätselhaften Chronosbildband. Außerdem finden sich einige Selbstbildnisse und phantasievolle und geistreiche Vignetten, wie z.B. den "eitlen Hahn".
In der Sammlung findet sich auch die unsignierte Darstellung eines felsig-schroffen Meeresufers, bei dem es sich möglicherweise um das Werk eines anderen Künstlers oder einer anderen Künstlerin handelt. Schließlich enthält sie einen Entwurf für die Schutzmantelmadonna in der Bernauer Pfarrkirche.
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